19 Verletzte nach Unfall am Eurotunnel in Coquelles
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19 Verletzte nach Unfall am Eurotunnel in Coquelles

Am Abend des 15. Oktober kollidierte am Eurotunnel-Terminal in Coquelles ein Kleinbus mit Lkw-Fahrern mit einem Zug. Nach der endgültigen Bilanz der Präfektur Pas-de-Calais wurden 19 Menschen verletzt, niemand schwebte unmittelbar in Lebensgefahr. Die Unfallursache war zunächst ungeklärt, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Quellen (10)
  1. France-Collision entre un minibus et un train de fret sur le site d'Eurotunnel, 19 blessés - 15/10/2026 à 23:34 - Boursoramaboursorama.com
  2. Préfet Pas-de-Calais 🇫🇷🇪🇺 auf X: „🚨 Accident sur le site d’Eurotunnel à Coquelles Un accident impliquant un minibus transportant des chauffeurs poids lourds en partance à bord d’une navette Le Shuttlex.com
  3. Eurotunnel : une collision entre un bus et un train fait 19 blessés à Coquelles - ICIici.fr
  4. Un bus percute un train au niveau du tunnel sous la Manche, 19 blessés - La Librelalibre.be
  5. Verletzte nach Unfall am Eurotunnel in Frankreichzdfheute.de
  6. 19 Verletzte: Kleinbus rammt Zug im französischen Eingangsbereich des Eurotunnelstagesspiegel.de
  7. Schwerer Unfall am Eurotunnel: Kleinbus kracht in Güterzug – 19 Verletztefr.de
  8. 19 injured in minibus crash at Channel Tunnel terminal in France - BNO Newsbnonews.com
  9. Un minibus heurte un train de fret à l'entrée du tunnel sous la Manche – franceinfofranceinfo.fr
  10. Several injured after bus hits train near Channel Tunnel entrance in Francethelocal.fr
16. Oktober 2026, 1:24 Uhr462 Wörter · 3 Min. Lesezeit

Unter den Verletzten war nach der endgültigen Bilanz der Präfektur Pas-de-Calais auch der Kleinbusfahrer. Laut einer Mitteilung der Präfektur ereignete sich der Unfall am Donnerstagabend auf dem Verladebahnsteig des Eurotunnel-Geländes in Coquelles mit einem Kleinbus, der Lkw-Fahrer zur Abfahrt mit einer Le-Shuttle-Verbindung beförderte.

Wie es zum Zusammenstoß kam

Nach Angaben des Präfekten laut Reuters verließ der Kleinbus aus bislang ungeklärten Gründen seine Fahrspur und prallte gegen die Seite eines zur Abfahrt vorgesehenen Le-Shuttle-Zuges. Der getroffene Zug stand laut ICI zum Zeitpunkt der Kollision. Die Unterpräfektin von Calais, Agathe Cury, erläuterte laut dem Sender ICI, der Kleinbus habe sich nicht überschlagen, die Verletzungen seien durch den Aufprall selbst entstanden. Cury erklärte zudem, es sei das erste Mal, dass sich auf einem Verladebahnsteig des Ärmelkanaltunnels ein solcher Unfall ereigne. Die Staatsanwältin von Boulogne-sur-Mer teilte laut La Libre mit, dass wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt werde, eine Erklärung für den Unfall lag zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor.

Die Verletzten und ihre Versorgung

Die Lkw-Fahrer im Bus hatten laut ICI unterschiedliche Nationalitäten, der Fahrer des Kleinbusses war Mitarbeiter von Eurotunnel. Bei einer Pressekonferenz nannte Cury laut dem Sender ZDFheute zwei Schwerverletzte, die ins Krankenhaus nach Lille gebracht wurden, während die übrigen 17 Verletzten in umliegenden Krankenhäusern behandelt wurden. Die Zeitung „La Voix du Nord“ berichtete laut dem Tagesspiegel von Verletzungen an Beinen und Kopf und sprach von fünf Schwerverletzten. Die 38 Menschen im getroffenen Zug wurden nach Angaben von ICI evakuiert und von Eurotunnel betreut, 17 von ihnen erhielten im Zug psychologische Unterstützung.

Rettungseinsatz und Angaben zum Zugverkehr

Eurotunnel entsandte laut Reuters zunächst Rettungskräfte, anschließend übernahm der Präfekt des Pas-de-Calais die Leitung des Einsatzes. Laut Reuters blieben der Eurostar- und der Güterverkehr unbeeinträchtigt und liefen weiterhin flüssig, der Passagierverkehr von Le Shuttle wurde für rund anderthalb Stunden unterbrochen, um den Unfall zu bewältigen. Die Frankfurter Rundschau berichtete dagegen unter Berufung auf Medienberichte, der Bahnverkehr durch den Tunnel sei in beiden Richtungen unterbrochen worden, sodass auch die letzten Eurostar-Züge des Tages zwischen London und Paris nicht hätten starten können. Eurostar erklärte dazu laut La Libre, kein eigener Zug sei an dem Unfall beteiligt gewesen und der eigene Zugverkehr von und nach London sei nicht betroffen gewesen. Die frühe Meldung zum Zugverkehr wird durch die spätere, von Reuters wiedergegebene Behördenauskunft korrigiert: Eurostar und Güterverkehr waren vom Unfall nicht beeinträchtigt.

Tunnelbetrieb und offene Fragen zum Unfall

Der Ärmelkanaltunnel ist laut BNO News eine 50 Kilometer lange Bahnverbindung zwischen Nordfrankreich und Südostengland, auf der Autos, Busse und Lastwagen per Zug transportiert werden. Le Shuttle befördert laut BNO News Personenfahrzeuge, während sein Frachtdienst Lastwagen und deren Fahrer transportiert, getrennt davon fahren Eurostar-Züge mit Reisenden sowie Güterzüge durch den Tunnel. Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, bleibt nach den bisherigen Berichten offen, während die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

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